OEM&Lieferant Ausgabe 1/2018

16 Immer strengere Emis- sionsvorgaben gehören bereits zum automobilen All- tag und die Auswirkungen aktueller Trends wie autonomem Fahren und E-Mobi- lität machen sich immer mehr bemerkbar. Die Zahl neuer Mobilitätskonzepte und Anwendun- gen wie Hybrid- und Elektrofahrzeuge steigt rasant. Hersteller haben die Wahl zwischen diversen Hybridarchitekturen: von der einfa- chen P 1 -Anordnung, bei der der Elektromotor direkt am Verbrenner angebracht wird und das Fahrzeug nicht allein antreibt, bis zum P 4 - Hybrid, dessen E-Maschine und Verbrennungs- motor unterschiedliche Achsen antreiben. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht derzeit die P 2 -Konfiguration. Hier sitzt der Elektromo- tor zwischen Getriebe und Verbrennungs- motor. Mit seinen innovativen koaxialen und achsparallelen P 2 -Hybridmodulen unterstützt BorgWarner Hersteller rund um den Globus dabei, den Herausforderungen von morgen zu begegnen (Bild 1). Architekturen im Vergleich In P 2 -Hybriden kann der Elektromotor sowohl koaxial als auch achsparallel platziert werden. BorgWarners P2-Module: Einfach Hybrid Von Eckart Gold, Senior Manager Advanced Engineering, BorgWarner Transmission Systems Mit seinen koaxialen und achsparallelen Antriebsmodulen für Hybridfahrzeuge des Typs P2 ebnet BorgWarner den Weg für einfache und kostengünstige Hybridisierung. Die innovativen Lösungen können leicht in bestehende Antriebsarchitek- turen integriert werden und bieten Hybridfunktionen wie Stopp-Start-Funktionalität, regeneratives Bremsen und rein elektrisches Fahren. Zukunftstechnologien Bilder/Grafiken: © BorgWarner Das koaxiale Design positioniert ihn direkt auf der Antriebsachse. Bei der achsparallelen Anordnung hingegen sitzt er parallel zu ihr. Eine Kette überträgt in dieser Konfiguration Drehzahl und -moment (Bild 2). Vor allem beim Platzbedarf unterscheiden sich die beiden Konfigurationen wesentlich. Die ko- axiale Anordnung ist für Doppelkupplungsge- triebe und Antriebsstränge mit Längsmotor geeignet, da hier genügend freier Bauraum zur Verfügung steht. Achsparallele Module hingegen sind erste Wahl für Anwendungen mit quer eingebautem Motor und entspre- chend limitiertem Platz. Darüber hinaus be- nötigt die koaxiale Variante kein zusätzliches Element zur Drehmomentübertragung, wäh- rend die achsparallele Struktur Vorteile beim Übersetzungsverhältnis und hohe Flexibilität beim Einbau bietet. Potenziell können hier so- gar weitere kettengetriebene Komponenten integriert werden. E-Motorkonzepte Der Elektromotor spielt eine Schlüsselrolle bei der Realisierung verschiedener Modulkonfi- gurationen. Besonders wichtig sind hier Bau- raumbedarf, Betriebsspannung, Kühlsystem und Windungstyp. Die achsparallele Lösung ermöglicht die problemlose Integration eines Elektromotors mit kleinem Durchmesser und hohen Drehzahlen. Eine größere E-Maschine mit geringeren Drehzahlen und höherer Dreh- momenterzeugung passt hingegen besser zur koaxialen Anordnung. Niedervoltsysteme stellen eine kostengünstige Lösung für sig- nifikante CO2-Reduktionen dar, wohingegen Hochvoltsysteme eine Leistung von mehr als 100 kW bereitstellen – genug für rein elekt- risches Fahren und entsprechende, deutliche Kraftstoffeinsparungen. (Bild 3). Bild 1: BorgWarners P 2 -Module bieten Hybridfunktionen wie rein elektrisches Fahren, verbessern die Leistung und optimieren die Kraft- stoffeffizienz. Bild 2: Platzierung des Elektromotors in beiden Konfigurationen: koaxial (links) und achsparallel (rechts).

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