OEM & Lieferant: Ausgabe 1/2014 - page 8

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NORMA Group
Der Spezialist für hoch-
entwickelte Verbindungstechnik
Im Gespräch mit Michael Potts, NORMA Group
Die NORMA Group hat über 60 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung innovativer Ver-
bindungstechnik in den Kategorien Befestigungsschellen, Verbindungselemente und Fluidsysteme.
OEM & Lieferant sprach mit Michael Potts, Vice President Sales and Application Engineering EJT für
die Region Amerika, über die Entwicklung und Einführung neuer Produkte sowie die jüngste Innovation
des Unternehmens.
Herr Potts, die NORMA Group hat
Kunden in über 100 Ländern. Füh-
ren Sie Ihre Innovationen weltweit
oder in spezifischen Märkten ein?
Michael Potts:
„Lassen Sie mich zunächst
auf unsere beiden Vertriebswege ein-
gehen: Im Bereich Engineered Joining
Technology (EJT) entwickeln wir indi-
viduelle Lösungen für kundenspezifi-
sche Anwendungen. Auf Grundlage
der Wünsche und Bedürfnisse unserer
Kunden werden in unserer Entwick-
lungsabteilung maßgeschneiderte Pro-
duktlösungen entworfen, umgesetzt
und geprüft, bevor sie in die Fertigung
gehen. Natürlich bieten wir unseren
Kunden auch einen umfassenden Ser-
vice gemäß ihren individuellen Anforde-
rungen. Im Bereich Distribution Services
(DS) beliefern wir Vertriebsunternehmen,
Fachgroßhändler oder Baumärkte mit
standardisierter Verbindungstechnik
für zahlreiche Anwendungsgebiete. Das
Vertriebsnetzwerk spannen wir immer
weiter, um unseren Kunden eine hohe
Produktverfügbarkeit, kurze Lieferzeiten
und einen entsprechenden Service zu
bieten. Im europäischen Raum haben wir
den Vertrieb in Polen und den Benelux-
Ländern ausgeweitet. In Russland wurde
ein neues Vertriebszentrum aufgebaut.
In Asien haben wir neue Repräsentanzen
in Vietnam, auf den Philippinen und in
Indonesien eröffnet.
Wir analysieren unsere Marktsegmente
und arbeiten heraus, wie sich die Märk-
te in den nächsten drei bis fünf Jahren
entwickeln werden. Anschließend treffen
wir die Entscheidung, ob wir ein Produkt
weltweit oder für einen spezifischen
Innovationen
Markt entwickeln. In der Regel kon-
zentrieren wir uns darauf, ein globales
Produkt zu entwerfen, das wir dann an
die Bedürfnisse einzelner Märkte und
Kunden anpassen. Für diese Aufgabe
stehen in jeder Region entsprechende
Ressourcen und Ingenieurs-Know-how
bereit. Die Strategie der NORMA Group
beruht darauf, dort zu produzieren, wo
auch die Nachfrage ist. Wenn Produkte
in einem Markt eingeführt werden und
wir sie dann auch in anderen Regionen
verkaufen, bauen wir je nach Marktanfor-
derung eine Fertigung in den entspre-
chenden Regionen auf.“
Woher wissen Sie, dass Sie genau
die Technologie anbieten, die Ihre
Kunden benötigen?
Michael Potts:
„Zum einen stehen wir in
engem Kontakt zu unseren Kunden und
holen uns regelmäßig Feedback ein. Zum
anderen bestimmen globale Megatrends
wie zunehmendes Umweltbewusstsein,
strengere Emissionsvorschriften und stei-
gende Energiepreise die Anforderungen
an die technischen Entwicklungen. Für die
Kraftfahrzeugindustrie bedeutet dies zum
Beispiel, die Emissionen zu senken, die
Kraftstoffeffizienz zu verbessern und das
Gewicht zu reduzieren. Zudem setzen
Autobauer aufgrund engerer Platzverhält-
nisse auf kleinere Komponenten und eine
höhere Fertigungsgeschwindigkeit. Die
Informationen unserer Kunden und die
Anforderungen, die sich aus den Mega-
trends ergeben, helfen uns zu antizipieren,
was unsere Kunden in drei bis fünf Jah-
ren brauchen werden. So gewinnen wir
einen Vorsprung und entwickeln genau
die richtigen Produkte, noch bevor unsere
Kunden die entsprechenden Anfragen an
uns richten.“
Bilder: ©NORMA Group
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