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Das Automobiljahr 2014 war geprägt durch erhebliche

Unsicherheiten und geopolitische Konflikte: Stichwor-

te hierfür sind die Krisen in der Ukraine und Russland

sowie im Nahen Osten. Hinzu kommt, dass in einigen

wichtigen europäischen Ländern der Konjunkturmotor

stottert.

Dennoch, das Automobiljahr 2014 war keine „Sonate

in d-Moll“. Die Lage ist besser als die Stimmung. West-

europa legte – erstmals nach vier Jahren Rückgang –

wieder zu: um knapp 5 Prozent auf über 12 Mio. Pkw.

China bleibt auf Wachstumskurs mit einem Plus von 13

Prozent auf über 18 Mio. Pkw. Der US-Markt hat 2014

die 16-Mio.-Marke geknackt (+6 Prozent) und damit

das Vorkrisenniveau erreicht.

Der deutsche Pkw-Markt hat 2014 die 3-Millionen-

Marke leicht überschritten. Gegenüber dem Vorjahr

ist das ein leichtes Plus von rund 3 Prozent. Die Pkw-

Produktion an den deutschen Standorten wuchs um

3 Prozent auf über 5,6 Mio. Neufahrzeuge. Insgesamt

legte die Pkw-Weltproduktion der deutschen Konzern-

marken damit auf 14,9 Mio. Einheiten zu.

Was kommt 2015? Der Pkw-Weltmarkt wächst nach

unseren heutigen Prognosen 2015 erneut um 2 Pro-

zent auf 77,7 Mio. Einheiten. Allerdings wird die bisher

hohe Drehzahl auf wichtigen Märkten etwas zurückge-

nommen: Für China erwarten wir ein Plus von 6 Pro-

zent auf 19,5 Mio. Neuwagen. Der US-Markt wird um

2 Prozent auf gut 16,7 Mio. Light Vehicles wachsen. Das

Automobiljahr 2015 bietet weitere Wachstumschan-

cen, auch wenn sich Westeuropa nur langsam erholt.

Wir rechnen für die deutsche Automobilindustrie mit

einem Plus bei Produktion und Export sowie einer sta-

bilen Beschäftigung.

Die Risiken sind eher politischer Natur. Neben den

geopolitischen Unsicherheiten hängt es vor allem von

der Entschlossenheit der Politik in Berlin und Brüssel

ab, ob Deutschland und Europa ihre Wettbewerbs-

fähigkeit steigern können – und ob der Hochlauf der

Elektromobilität den notwendigen Schub bekommt.

Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den

USA würde erhebliche Wachstumskräfte mobilisieren.

Diese Chance gilt es zu nutzen.

Grußwort von

Matthias Wissmann,

Präsident des Verbandes der

Automobilindustrie (VDA)